suicide of a life
Sie hatte 2 Tage nichts gegessen. 26 Stunden nicht geschlafen. Gedanken rasten durch ihren Kopf, wirr und unzusammenhängend.
Niemand bemerkte wie sie sich fühlte. Sie ging davon aus, dass sie ihr die Schuld geben würden. Sie einfach abstempeln würden. Schubladendenken. Sie hasste sowas.
Das Telefon klingelte. Sie wollte erst liegen bleiben, es ignorieren. Das Schrillen mit Gedanken übertönen. Doch bevor sie es schaffte, hatte das Klingeln schon wieder aufgehört. Sie atmete auf.
Sie hatte lange darüber nachgedacht, wie die Anderen ihren Entschluss verkraften würden. Ob sie traurig wären. Ob sie weinen würden. Die Anderen, das waren eigentliche ihre Familie und ihre Freunde, aber sie fühlte sich einsam und deswegen wollte sie nicht diese herzlichen Begriffe dafür verwenden. Familie und Freunde, das waren so heuchlicherische Wörter in ihren Augen. Es hörte sich so nach Vertrauen und Rückhalt an. Sie wusste, wie sehr das täuschte. Sie kannte die Wahrheit.
Trotzdem dachte sie darüber nach, wie ihr Fehlen aufgenommen werden würde. Eigentlich verrückt, dachte sie. Ich mach es ja nicht wegen ihnen. Sie hatte auch keinen Abschiedsbrief geschrieben.
Mittlerweile war es dunkel geworden. Sie zündete eine Kerze an, es war 19 Uhr. Sie hatte alle Vorbereitungen getroffen. Gleich würde es so weit sein. Sie hatte sich vor niemandem etwas anmerken lassen, ihr Plan war perfekt, doch etwas traurig war sie schon.
Das ist also das Ende hier, dachte sie.
Sie klappte ihren Koffer zu, stieg in ihr Auto und lenkte es Richtung Flughafen, wo ihre Maschine Richtung Südamerika wartete.
Das Ende war ein Neuanfang.
Das Leben und das Schreiben
Neuer Start in schönerer Umgebung. Leider trifft das nur auf das Schreiben zu. Das Leben bleibt wie es ist.